RollerCoaster Tycoon-Achterbahn braucht 12 Jahre für eine Fahrt

Daniel Kirschey

RollerCoaster Tycoon 2 kam zwar schon 2002 auf den Markt, begeistert aber Spieler immer noch auf die eine oder andere Art. So baut etwa ein Gamer seit zehn Jahren am perfekten Achterbahn-Park, während ein anderer die NPCs durch ein Labyrinth schickt, dessen Durchquerung 263 Ingame-Jahre dauert.

Jetzt ist es einem dritten Spieler gelungen, seinen eigenen Rekord für die zeitintensivste Achterbahn zu brechen. Die Rede ist von Youtuber Marcel Vos, dessen erster Rekord bei 232 rechten Tagen für eine Fahrt lag. Diese Zahl hat er jetzt um ein paar mehr Tage erweitert. Ein paar mehr Tage ist da aber ganz schön untertrieben. Denn Vos‘ neue Achterbahn braucht ganze 4.587 Tage – also 12 Jahre und 207 Tage für eine Fahrt. Lass dir die Zahl auf der Zunge zergehen.

Hättest du vor 12 Jahren und 207 Tagen auf den Startbutton im Spiel gedrückt, könntest du heute dabei zusehen, wie der erste Wagen, der damals losgefahren ist, wieder auf seine Ausgangsposition rollt. Wie er das schafft? Natürlich ist es ein Trick. Denn wenn er einfach nur die Schienen für die Achterbahn über das ganze Feld ausbreitet, kommen nicht annähernd so viele Tage zusammen, damit daraus rund 12 Jahre werden.

Damit es also funktioniert benutzt der YouTuber zwei Achterbahnen auf einer Karte. Eine winzig kleine ist mit 30 Wagen besetzt. Die andere nimmt das ganze Feld ein und auf ihr fährt nur ein einziger Wagen. Diese beiden Strecken synchronisiert er dann, so dass nur dann auf der kleinen Strecke ein Achterbahnwagen fahren kann, wenn auf der großen Strecke einer komplett durchgefahren ist und wieder zu Station des Anfangs zurückkehrt. Die Wagen auf der kleinen Strecke werden durch sogenannte Blockierer an der Weiterfahrt gehindert.

Wenn wir schon bei so einem alten Spiel sind, die Werbung damals war schon merkwürdig.

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Damit es im Spiel nicht zu Unfällen kommt, bei dem zwei Wagen zusammenstoßen, können Spieler Blockierer einbauen, die einen Wagen so lange stoppen, bis der vorher losgefahrene Wagen einen Streckenabschnitt bewältigt hat. So bewegen sich die 30 Wagen immer nur um ein paar Zentimeter weiter bis sie wieder auf einen Blockierer treffen und der Wagon auf der großen Bahn einmal komplett die Strecke abfahren muss, damit es wiederum nur ein kleines Stück weitergeht. Ganz schön perfide.

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